Tagesbericht 2019

Zum zweiten Mal nach 2018 hatten wir Ostallgäuer wieder unseren neuen Ostallgäu-Cup vorbereitet. Durch die Erfahrungen aus dem letzten Jahr ließ er sich diesmal schon ein wenig unkomplizierter planen, auch wenn wir ihn nun ohne unseren langjährigen Partnerverein Stratos Pfronten in Angriff nahmen, nachdem das traditionelle „Vergleichsfliegen“ zwischen unseren beiden Vereinen in 2018 letztmalig, parallel zum OAL-Cup, ausgeflogen wurde.

Diesmal war auch das Wetter gut kalkulierbar, da die Vorhersage Sonnenschein pur über längere Zeit verhieß und sich von Tag zu Tag nur wenig veränderte, so dass wir die Entscheidung, dass der Cup stattfindet, bereits am Mittwoch statt am Donnerstag treffen konnten.

Landepunkt

Im Vergleich zum letzten Jahr wurde das Wettbewerbsprinzip beibehalten, also eine Teilwertung mit den besten XC-Flügen und eine Ziellande-Challenge, letztere allerdings dieses Jahr mit Landepunkt und Abstandsmessung statt fest aufgebrachter Zielkreise, was erstens keinerlei Kreidespuren mehr im Gras hinterließ, vor allem aber auch eine genauere Differenzierung der Landungen ermöglichte (Abstand in Metern statt vorher nur Mittelpunkt, erster oder zweiter Kreis).

Aufbau

Aufbau

Der Aufbau ab 8 Uhr verlief dank zahlreicher Helfer reibungslos, bis auf eine kleine Verzögerung bei den Tischen und Bänken, die aber schließlich auch noch pünktlich eintrafen, so dass wir wie geplant um 10 Uhr die Anmeldung eröffnen konnten.

Anmeldung

Wanderpokal

Unsere Gäste waren diesmal natürlich wieder unsere erneut gut vertretenen Freunde von Para-Air Augsburg als Titelverteidiger, die den Wanderpokal wohlbehalten wieder mitbrachten, die Ostrachtaler Gleitschirmflieger, die in diesem Jahr dank Bernis Bemühungen eine fulminante Steigerung hinlegten und mit 19 statt zuletzt 3 Wettbewerbsteilnehmern kamen, die Hahnenkammflieger, die allerdings unglücklicherweise am gleichen Tag längerfristig selbst eine Hüttenwanderung geplant hatten und daher nur mit zwei Piloten vertreten waren, und Stratos Pfronten, wenn auch nur noch mit einem Teilnehmer. Wir Ostallgäuer steigerten unsere Teilnehmerzahl von 17 auf 41. Insgesamt ergaben sich so 77 angemeldete Teilnehmer, zuzüglich Angehöriger, Helfer, Freiflieger anderer Vereine, Tandems und Besuchern – eine schöne Entwicklung von 53 Teilnehmern in 2018 auf 77 in 2019 (+45%).

Angesichts ganztags passender Flugbedingungen wurde anschließend nicht lange gefackelt, und fast alle Teilnehmer fuhren zügig mit der Bahn den Breitenberg hoch. Die meisten bereiteten sich dann am Brandplatz oder im Kesselmoos auf den Start vor.

Kesselmoos

Der zufällig am gleichen Tag stattfindende Mountainbike-Marathon in Pfronten, dessen Route auch über den Breitenberg verlief, störte den Ablauf unseres Cups kaum – nur die Ortsdurchfahrt Pfronten war durch Umleitungen etwas beeinträchtigt.

Ziellandung

Ziellandung

Ziellandung Ziellandung

Die ersten Ziellandungen ließen nicht lange auf sich warten. Gerade am Breitenberg ist dies durch eine Kuppe vor dem Landeplatz nicht ganz so einfach, so dass es umso mehr überraschte, dass es über den Tag verteilt insgesamt 8 Punktlandungen (nach 2 in 2018) und viele Flieger gab, die nur ein bis drei Meter entfernt vom Landepunkt aufkamen. Vor allem dafür, dass meines Wissens vorher nicht speziell geübt wurde, eine tolle Leistung. Herzlichen Dank auch an die fleißigen Auswerter, die jeden Gelandeten nach seiner Teilnehmernummer fragten und das Ergebnis gleich vermaßen und eintrugen!

Auch die Streckenflieger waren teils mehrere Stunden lang unterwegs, der Breitenberg war so voll wie selten.

Luft

Zelt

Ab ca. 15 Uhr, nachdem ein größerer Teil der Teilnehmer wieder am Landeplatz eingetroffen war, war auch unser offenes Zelt voll besetzt, und die Nachfrage nach Kaffee und Kuchen, Grill und Getränken nahm rasant zu. Ein wenig zu schaffen machte uns die Hitze bei der Kühlung der Getränke – hier arbeiten wir für das nächste Jahr noch an einer deutlichen Verbesserung. Später ab 17 Uhr gingen unsere Vorräte teilweise zur Neige, und einige Sorten waren schon ausverkauft.

Aus der Luft

Um 17 Uhr war dann auch Wertungsschluss für die XC-Flüge und das Ziellanden. Das pünktliche Hochladen der Flüge in den DHV-XC klappte im Zeitalter von Smartphone-Apps und Varios mit Datenverbindung erfreulich gut, so dass fast alle Flüge für die Auswertung bereitstanden. Ganz der vorab erhoffte Streckenflugtag wurde es nicht, aber im Gegensatz zum letzten Jahr, als sich die Teilnehmer im Wesentlichen auf den gegenüberliegenden Falkenstein beschränken mussten, war diesmal das ganze Vilstal vom Breitenberg bis zur Schlicke und teilweise auch noch etwas weiter befliegbar.

Bester XC-Einzelpilot in der Tageswertung wurde Markus Schropp von den Ostrachtalern, die generell im XC sehr stark waren. Markus wurde mit einer offiziellen 10-Euro-Sondermünze der Deutschen Bundesbank mit Gleitschirmflieger-Motiv geehrt. Bei den Ziellandern gab es wie schon erwähnt 8 Teilnehmer mit Punktlandung, aber nur noch maximal 4 Sondermünzen, da diese nur stark limitiert bei den Banken erhältlich waren. Daher wurde gelost, wer von den acht eine Münze erhielt.

Siegerehrung

Schließlich wurde das Ergebnis der Hauptwertung nach Vereinen bekanntgegeben, in der wir Ostallgäuer in diesem Jahr vor allem durch eine sehr starke Leistung beim Ziellanden die XC-Champions der Ostrachtaler knapp auf Platz 2 und Para-Air ebenso knapp auf Platz 3 verweisen konnten. Unser erster Vorstand Marcus, gleichzeitig auch einer unserer 6 Punktlander, erhielt den Wanderpokal überreicht sowie eine Magnumflasche Sekt dazu, die sogleich mit krachendem Korken geöffnet wurde 🙂

Sekt

Siegerfoto

Die Ergebnisse im Detail: Ergebnisse 2019

Parallel zur Endauswertung schwebte übrigens noch Herr Seyfried, Geschäftsführer von Breitenberg-, Tegelberg- und Buchenbergbahn, mit unserem Volker per Tandem am Landeplatz ein!

Nachdem die meisten Gäste schließlich so langsam wieder abreisten, machten wir uns ab 18:30 Uhr an den Abbau, der dann bis 20 Uhr weitgehend geschafft war. Einen ganz großen Dank an die zahlreichen Helfer aus unseren Reihen, an denen es nie mangelte – ein richtig toller Einsatz, danke an Euch!

Ein herzliches Dankeschön auch noch einmal an unsere lieben Freunde der Gastvereine, ohne die unser Sommerfest mit Wettbewerb so nicht möglich gewesen wäre. Wir hoffen, dass Ihr uns auch nächstes Jahr wieder besucht!