Dolomiti Super Fly am Tegelberg – ein besonderer Turnpoint im Ostallgäu

In diesem Jahr durften wir Ostallgäuer Gleitschirmflieger e.V. einen ganz besonderen Teil des Dolomiti Super Fly betreuen: den nördlichsten Wendepunkt des Rennens am Tegelberg.

Das Dolomiti Super Fly ist ein internationales Hike-and-Fly-Rennen, bei dem sich die Teilnehmer ausschließlich zu Fuß und mit dem Gleitschirm durch die Alpen bewegen. Gestartet wurde am Sonntag um 10 Uhr in Levico Terme. Von dort führte die Route über mehrere vorgeschriebene Wendepunkte, über den Alpenhauptkamm bis zu uns nach Schwangau und anschließend wieder zurück in die Dolomiten.

Bereits am Montag kurz nach 15 Uhr erreichten die ersten drei Teilnehmer unseren Turnpoint. Zieht man die vorgeschriebene Nachtruhe ab, waren sie zu diesem Zeitpunkt gerade einmal rund 18 Stunden aktiv im Rennen und hatten zwischen den vorgeschriebenen Wendepunkten bereits etwa 262 Kilometer Luftlinie zurückgelegt – ausschließlich zu Fuß und mit dem Gleitschirm.

Ein Montag mit besonderer Stimmung

Das Wetter spielte mit und so fanden auch einige Zuschauer den Weg zum Tegelberg. Besonders schön war die Stimmung beim Eintreffen der Teilnehmer: Mit lautem Kuhglockengeläut wurden die Athleten am Turnpoint empfangen.

Bis zum Montagabend hatten es insgesamt 14 Teilnehmer zu uns geschafft. Der letzte erreichte den Turnpoint gegen 19:45 Uhr.

Für uns als Verein war es beeindruckend, das Renngeschehen nicht nur über das Livetracking zu verfolgen, sondern die Teilnehmer tatsächlich persönlich in Empfang zu nehmen. Gerade weil bis zuletzt oft unklar war, ob jemand aus der Luft oder zu Fuß ankommen würde, blieb es den ganzen Tag spannend.

Am Montagmorgen wurde außerdem unser Interview zum Dolomiti Super Fly bei Radio Schwaben ausgestrahlt. So konnten wir nicht nur das Rennen, sondern auch unseren Sport und unseren Verein einer größeren Öffentlichkeit näherbringen.

Frühstart am Dienstag

Am Dienstag ging es bereits früh weiter. Gegen 6:30 Uhr erreichte Silvia als erste Frau unseren Turnpoint. Gegen 13:30 Uhr folgte mit Tamara die zweite Frau.

Bis zum Dienstagabend hatten es insgesamt 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis zu uns an den Tegelberg geschafft.

Der letzte sportliche Moment bei uns hätte kaum spannender sein können: Falko Staps, der erste deutsche Teilnehmer an unserem Turnpoint, erreichte uns nach einem beeindruckenden Schlussspurt nur etwa zwei Minuten vor 20 Uhr.

Ein tragisches Ende

Während der letzten Kilometer von Falko erreichte uns bereits die Nachricht vom tödlichen Unfall von Rémi Bourdelle.

Unmittelbar nach Falkos Ankunft wurde das Rennen abgebrochen.

Dieser Moment hat alles Sportliche natürlich sofort in den Hintergrund treten lassen. Unsere Gedanken sind weiterhin bei der Familie, den Freunden, dem Support-Team und allen Beteiligten des Rennens.

Viel Unterstützung rund um den Turnpoint

Trotz des tragischen Endes bleiben uns viele besondere Begegnungen und positive Eindrücke in Erinnerung.

Die Rückmeldungen der Teilnehmer zu unserem Turnpoint waren durchweg positiv. Besonders gefreut hat uns, dass offenbar wirklich alles gepasst hat – vom Empfang über die Organisation bis hin zur Park- und Übernachtungssituation.

Möglich war das nur durch die gute Unterstützung vor Ort. Ein herzliches Dankeschön geht daher an die Tegelbergbahn und die Tourist Information Schwangau für die unkomplizierte Zusammenarbeit, die Unterstützung bei der Organisation, die Unterbringung der Supportteams, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die eingerichtete Sonderparkzone.

Auch die vorbereiteten Begrüßungstaschen für die Teilnehmer waren eine schöne Geste und kamen sehr gut an.

Für uns Ostallgäuer Gleitschirmflieger war es etwas ganz Besonderes, einen offiziellen Wendepunkt dieses internationalen Rennens betreuen zu dürfen und einige der besten Hike-and-Fly-Piloten der Szene direkt in unserem Fluggebiet zu erleben.

Wir werden die besondere Atmosphäre am Tegelberg, die vielen Begegnungen und die tolle Zusammenarbeit in sehr guter Erinnerung behalten.

Hike & Fly im Alpbachtal – schwitzen, warten, fliegen

OAL-GS e-V.: Hike & Fly im Alpbachtal

Unsere Hike & Fly Vereinsausfahrt führte uns dieses Mal ins wunderschöne Alpbachtal nahe dem Zillertal. Organisiert wurde die Tour von Tomasz – und wer Tomasz kennt, weiß: Da wird nichts dem Zufall überlassen.

Um 11:30 Uhr trafen wir uns an der Talstation der Reitherkogelbahn. Neben Tomasz waren neun weitere motivierte Ostallgäuer Gleitschirmflieger am Start, alle mit Rucksack, Schirm und der Hoffnung auf einen schönen Flugtag. Bevor es losging, gab es zunächst eine ausführliche Einweisung zum Landeplatz. Tomasz erklärte uns die wichtigsten Punkte, mögliche Anflüge und worauf besonders zu achten ist.

Anschließend ging es zu Fuß hinauf Richtung Reither Kogel. Auch hier zeigte sich die gute Vorbereitung: Tomasz hatte die Wege zum Startplatz bereits vorab erkundet und erklärte uns unterwegs an den Abzweigungen genau, welche Varianten möglich waren. Irgendwann teilte sich die Gruppe auf. Die einen wählten den gemütlicheren Weg, die anderen entschieden sich für die sportlichere Variante.

Bei sommerlichen Temperaturen kamen wir schließlich am Startplatz an. Der Ausblick war traumhaft, die Stimmung gut – nur der Wind hatte offenbar andere Pläne. Der blies uns erst einmal kräftig entgegen. Also gab es auch hier eine gründliche Startplatzeinweisung durch Tomasz, bevor wir es uns in der Sonne bequem machten und hoffnungsvoll auf bessere Bedingungen warteten.

Wir genossen den Blick ins Alpbachtal, die Wärme und die gemeinsame Zeit am Berg. Nur der Wind ließ sich nicht so recht beeindrucken. Gegen 16 Uhr war immer noch keine wirkliche Besserung in Sicht. Also beschlossen wir, wieder Richtung Tal zu laufen – mit der Hoffnung, auf den tiefer gelegenen Wiesen vielleicht doch noch startbare Bedingungen zu finden.

Der Weg führte uns am unteren Rand des Startplatzes vorbei. Dort fühlte sich der Wind plötzlich deutlich schwächer an. Also blieben wir stehen, beobachteten weiter und fragten uns: Ist das nur ein kurzer Moment – oder meint es der Wind jetzt doch noch gut mit uns?

Und tatsächlich: Die Warterei wurde belohnt. Nach kurzer Zeit passten die Bedingungen, und plötzlich ging alles ganz schnell. Wir machten uns startbereit, während auch einige einheimische Piloten auftauchten. Dann hieß es endlich: raus in die Luft.

Der Flug entschädigte für das Warten. Gemeinsam konnten wir den Hangwind mit eingelagerten Thermiken nutzen und ein Stück weit das Alpbachtal entlang soaren. Nach der schweißtreibenden Wanderung und der Geduldsprobe am Startplatz fühlte sich das natürlich besonders gut an.

Zum Ausklang trafen wir uns im Biergarten nahe des Landeplatzes an der Talstation. Dort wurde der Tag noch einmal ausführlich besprochen – wie es sich gehört. Am Ende waren sich alle einig: Es war eine rundum gelungene Ausfahrt mit schöner Wanderung, guter Stimmung, etwas Geduldsspiel und einem umso schöneren Flug.

Ein herzliches Dankeschön an Tomasz für die Organisation, die Vorbereitung der Wege und die umsichtigen Einweisungen. Wir freuen uns schon auf die nächste Tour!

Hike-and-Fly mit Tomasz aufs Hörnle

Am Samstag, den 18.04.2026, war es wieder so weit: 11 Mitglieder des OAL-GS machten sich gemeinsam auf den Weg zu einer wunderschönen Hike-and-Fly-Tour aufs Hörnle in Bad Kohlgrub. Organisiert und begleitet wurde der Ausflug von Tomasz, der mit viel Engagement und Überblick für einen rundum gelungenen Tag sorgte.

Für viele aus der Gruppe war das Hörnle als Flugberg noch unbekannt – umso größer waren Neugier und Vorfreude auf dieses gemeinsame Abenteuer. Los ging es am Parkplatz aber nicht direkt bergauf, sondern zunächst zum Landeplatz. Dort gab Tomasz eine ausführliche Einweisung zur Landeeinteilung und erklärte die besonderen Gegebenheiten am Landeplatz und im Fluggebiet. So waren alle bestens vorbereitet und konnten mit einem guten und sicheren Gefühl in den Tag starten.

Danach begann der Aufstieg. In angenehmem Tempo ging es gemeinsam die rund 500 Höhenmeter hinauf. Der Weg bot Zeit für Gespräche, Vorfreude und dieses besondere Gefühl, als Gruppe unterwegs zu sein. Oben angekommen warteten der Gipfel, der Startplatz und beste Stimmung auf uns.

Bevor es in die Luft ging, folgte noch die Startplatzeinweisung durch Tomasz. Gemeinsam wurden Wind und Wetter aufmerksam beobachtet und die Bedingungen genau eingeschätzt. Dann kam dieser besondere Moment, auf den beim Hike and Fly alle hinfiebern: das Starten.

Und was für ein Moment das war! Alle Teilnehmenden konnten zu einem schönen Flug abheben und kamen sicher, sauber und zufrieden wieder unten an. Ein rundum gelungener Flugtag, der sicher allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Besonders lange in der Luft war an diesem Tag Robert unterwegs – unser augenzwinkernder Held des Tages. Herzlichen Glückwunsch zu dieser starken Airtime!

Am Landeplatz wurde anschließend noch gemütlich zusammengesessen, über die Flüge gesprochen, Eindrücke geteilt und das Erlebte gemeinsam nachklingen gelassen. Genau diese Momente sind es, die unser Vereinsleben so besonders machen: zusammen unterwegs sein, gemeinsam erleben und die Begeisterung fürs Fliegen teilen.

Und weil der Tag noch lange nicht zu Ende war, nutzten einige aus der Gruppe die frühe Stunde und brachen direkt noch zu weiteren Flügen an den Buchenberg und den Tegelberg auf.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden für diesen wunderbaren gemeinsamen Tag – und ein ganz besonderer Dank geht an Tomasz für die Organisation, die Einweisungen und die tolle Begleitung. Ebenso danken wir der Flugschule Edelweiß, mit der sich Tomasz im Vorfeld zur Vorbereitung abgestimmt hatte.

Solche Tage zeigen einmal mehr, was den OAL-GS ausmacht: Gemeinschaft, Leidenschaft und unvergessliche Erlebnisse in der Luft und am Berg.
Und eines ist sicher: Die nächste gemeinsame Tour in ein anderes Fluggebiet kommt bestimmt!

Bilder von der Tour gibt es im Mitgliederbereich (Admidio)

Wichtiger Hinweis: Rotwild-Fütterungsanlage – bitte nicht tief überfliegen

Liebe Pilotinnen und Piloten,

der Jäger der Waldkörperschaft hat uns gebeten, im Bereich der Rotwild-Fütterungsanlage am Mühlschartenkopf besondere Rücksicht zu nehmen. Die Anlage liegt am Hang auf ca. 1.100 m, direkt gegenüber vom Buchenberg, und wird beim Flug in Richtung Wolfskopf als erstes überflogen. Beim Anflug der Trauchgauer ist die Fütterungsanlage zudem gut aus der Luft zu erkennen.

Bitte vermeidet dort von Anfang Dezember bis Mitte Mai tiefe Überflüge und überfliegt den Bereich möglichst oberhalb von 1.400 m MSL/AMSL (QNH).

Das Rotwild reagiert in dieser Zeit besonders sensibel auf Störungen. Im Frühjahr beginnt zudem die Aufzuchtzeit, weshalb Ruhe in diesem Bereich besonders wichtig ist. Tiefe Überflüge können unnötige Unruhe, Stress und Fluchtreaktionen auslösen.

Der DHV empfiehlt im Sinne des Naturschutzes, Abstand zu Wildtieren zu halten, nicht auf Wild zuzufliegen oder über Wild zu kreisen, Brut- und Setzzeiten zu respektieren sowie möglichst hoch zu fliegen und tiefes Kreisen zu meiden.

Vielen Dank für eure Rücksichtnahme.

Die Information darf gerne weitergeleitet werden.

Rotwild-Fütterungsanlage Trauchgau

Rückblick auf unsere Saison 2025

Beim diesjährigen Vereinsabend wurden der Jahresrückblick, die XC-Auswertungen und die Siegerehrungen präsentiert. Die Eindrücke des Abends zeigen eindrucksvoll, wie aktiv und erfolgreich die Pilot*innen der Ostallgäuer Gleitschirmflieger unterwegs waren.

Ein starkes Flugjahr in Zahlen

Was für eine Saison! Gemeinsam haben wir gezeigt, wie aktiv unser Verein ist:

  • 109 Pilot*innen haben Flüge eingereicht
  • 3.717 Stunden waren wir zusammen in der Luft
  • 54.082 km sind wir insgesamt geflogen

Unsere Top-Gebiete:

  • Buchenberg: 842 Starts
  • Tegelberg: 610 Starts
  • Breitenberg, Hahnenkamm und Neunerköpfle folgen dicht dahinter

Und natürlich gab es beeindruckende Rekordflüge, z.B. 300,5 km von Martin Petz am Hahnenkamm – eine unglaubliche Leistung!

Bundesliga – wir bleiben erstklassig!

Auch 2025 haben wir uns in der 1. Bundesliga gehalten – und zwar solide auf Platz 10

Insgesamt wurden 64 Flüge gewertet, im Schnitt 74 km pro Flug. Das zeigt, wie verlässlich und engagiert unsere Pilot*innen an den Wochenenden unterwegs waren.

Spezialaufgaben – Kreativität und Ausdauer gefragt

„Flieg über Deinen Schatten“

Hier ging es darum, die eigene Bestleistung zu steigern. Die größten Sprünge erzielten:

  1. Marc-Philipp Knechtle –> +383 %
  2. Roland Feil –> +263 %
  3. Andreas Geiger –> +259 %

Ein besonders schöner Wettbewerb, weil er alle motiviert – vom Einsteiger bis zum Streckenprofi.

„Aquariumfliegen“

Die Aufgabe: Mit A- oder B-Schirm so lange wie möglich innerhalb eines 10-km-Radius am Startberg zu fliegen.
Sieger 2025: Ingo Kallmeyer, der sich am Buchenberg fantastische 5:21 Stunden in der Luft gehalten hat!

Punktlande-Challenge – Präzision lohnt sich

Mit 162 Punktlandungen war dieses Jahr ordentlich Betrieb an unseren Landeplätzen.
Besonders fleißig war Kurt mit 59 Punktlandungen – und zusätzlich war er auch der eifrigste Videolieferant.

Der Gewinner am Glücksrat waren

  • Woife
  • Kurt
  • Benny
    Die Challenge sorgt immer wieder für Spaß und schöne Lernmomente.

Internationale DHV-XC Wertung – Erfolge über die Vereinsgrenzen hinaus

Auch in der internationalen XC-Wertung (DHV-XC) waren die OAL-GS Pilot*innen stark vertreten.

Gesamtwertung (alle Klassen)

  • 1. Platz: Martin Petz – 1.134 Punkte
  • 2. Platz: Heiko Winkler – 920 Punkte
  • 3. Platz: Benjamin Lutze – 752 Punkte

Damenwertung

  • 1. Platz: Edith Geiger – 401 Punkte
  • 2. Platz: Hendrikje Kühl – 399 Punkte
  • 3. Platz: Miriam Edelmann – 198 Punkte

Diese Ergebnisse unterstreichen die sportliche Stärke des Vereins auch im überregionalen Vergleich.

OAL-GS XC Wettbewerb – unsere Besten 2025

Auch dieses Jahr gab es wieder viele herausragende XC-Leistungen.

Damenwertung

  • 1. Platz: Hendrikje Kühl – 89,2 km
  • 2. Platz: Edith Geiger – 63,2 km
  • 3. Platz: Nadya Petz – 45,9 km

Gesamtwertung

  • 1. Platz: Martin Petz – 300,5 km vom Hahnenkamm, fast 11 Stunden in der Luft!
  • 2. Platz: Lorenz Berker – 221,2 km vom Tegelberg
  • 3. Platz: Benjamin Lutze – 145,2 km vom Hahnenkamm

Diese Flüge haben nicht nur beeindruckende Zahlen, sondern erzählen unglaubliche Geschichten von Ausdauer, Routenplanung und fliegerischem Können.

Was bleibt vom Abend?

Vor allem die Freude darüber, wie vielseitig unser Vereinsleben ist – von Anfängerinnen, die ihre ersten XC-Kilometer sammeln, bis zu Pilotinnen, die 300-km-Dreiecke fliegen.
Der Abend hat wieder einmal gezeigt, wie viel Herzblut jede und jeder von uns in diesen Sport steckt.

Der Vorstand bedankt sich bei allen, die die Saison 2025 so besonders gemacht haben – durch Flüge, Engagement, Videos, Spaß und Gemeinschaft. Lasst uns genau so motiviert in die neue Saison starten!